Meldung vom 03.10.2017

Stark! Alle drei Liga-Klubs gewinnen in der Königsklasse!

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Alle drei Klubs der Erste Bank Eishockey Liga – EC-KAC, EC Red Bull Salzburg und Meister EV Vienna Capitals – konnten am Dienstag ihr Gruppenspiel in der Champions Hockey League gewinnen. Klagenfurt schlägt ZSC Lions Zürich mit 2:1 nach Verlängerung, Wien besiegt EV Zug 5:3 und die Mozartstädter behalten in Wolfsburg mit 5:4 die Oberhand.

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Red Bulls erkämpfen 5:4-Sieg in Wolfsburg
Die Partie begann mit einem fulminanten Startdrittel. Bereits in Minute 2 nutzten die Wolfsburg Grizzlies einen Schnitzer der Salzburger Verteidigung. Und nur eine Minute später erhöhte der Ex-Salzburger Brent Aubin im Powerplay auf 2:0. Doch die Red Bulls schlugen zurück: Dominique Heinrich verkürzte mit einem Nachschuss aufs 1:2, kurz danach gab es die ersten Handgreiflichkeiten. Und in Minute 9 glich Thomas Raffl im Powerplay mit einem ansatzlosen Schuss aus dem linken Bullykreis aus. Die Partie blieb heiß, in den Zweikämpfen wurde nicht zimperlich zu Werke gegangen, die Chancen wechselten auf beiden Seiten im Sekundentakt. 30 Sekunden vor der ersten Pause gelang Peter Mueller nach schöner Einzelaktion sein erstes Tor für die Red Bulls, die nach einem ‚verrückten‘ ersten Drittel mit 3:2 führten.
Im zweiten Durchgang agierten die Red Bulls anfangs kompakter und ließen kaum Chancen zu. Bis zur 28. Minute, als Brent Aubin nach starker Einzelleistung – er traf nach Zweikampf im Fallen – zum 3:3 ausglich. Doch gleich im Gegenzug übernahmen die Red Bulls wieder die Führung nach einem Kontertor von Alex Aleardi, vier Minuten später erhöhte Peter Mueller im Powerplay aus dem rechten Bullykreis - 5:3. Es wurde nun erneut hektisch und kurz vor der zweiten Pause trafen diesmal die Hausherren und verkürzten auf 4:5 aus ihrer Sicht.
Im Schlussdrittel wurde verbissen weitergekämpft, die Partie glich einem offenen Schlagabtausch, in dem kein Zentimeter Eis hergegeben wurde. Am Ende aber blieb es beim 5:4-Arbeitssieg der Red Bulls in Wolfsburg und die Salzburger haben damit in der Tabelle der Gruppe A mit den Niedersachsen nach Punkten wieder gleichgezogen. Das letzte Gruppenspiel am 11. Oktober in Salzburg zwischen diesen beiden Mannschaften entscheidet darüber, wer mit Tappara in die Ko-Phase einzieht.
 
Caps wahren die Aufstiegschance mit starkem Heismsieg
Mit dem 5:3-Heimsieg gegen den EV Zug bleiben die UPC Vienna Capitals voll im Aufstiegsrennen in der Gruppenphase der Champions Hockey League. Der nun auf Rang drei in Gruppe C vorgerückte Meister kann mit einem Sieg in Zug am letzten Spieltag noch das Achtelfinal-Ticket lösen.
Meister Wien startete nach dem 3:1 gegen den VSV mit 20 Ligasiegen am Stück im Gepäck und dementsprechend breiter Brust in die CHL-Partie der letzten Aufstiegschance gegen das Schweizer Topteam vom EV Zug. Dabei mussten die Gelb-Schwarzen auf Jungstar Sascha Bauer verzichten, Macgregor Sharp feierte nach seiner Verletzungspause gegen Villach sein Comeback. Bei Zug fehlte indes Topscorer Viktor Stahlberg, dem bewerbsübergreifend schon zehn Tore und sechs Assists in 14 Spielen gelangen. Der Schwede wurde kürzlich Vater, blieb daher in der Heimat. Die Wiener starteten angriffslustig und zugleich bei Fünf-gegen-Fünf äußerst kompakt stehend, ließen sich im ersten Drittel nur in Unterzahl in Bedrängnis bringen. Dafür kassierte man bei sechs Strafminuten aber auch zwei Treffer. Reto Suri eröffnete die Partie nach gut vier Minuten per Blueliner, ebenfalls in Überzahl markierte Dominic Lammer in Minute elf das 1:2. Die ambitionierten Caps – auch von einem bärenstarken JP Lamoureux immer wieder im Spiel gehalten – hatten nur 24 Sekunden nach dem ersten Treffer durch Riley Holzapfel, der einen Cuma-Weitschuss abfälschte, ausgleichen können. Auch das verdiente 2:2 gelang noch vor der Pause: Exakt 25,2 Sekunden vor dem ersten Kabinengang hämmerte Kyle Klubertanz die Scheibe bei nummerischer Überlegenheit aus dem Slot ins Kreuzeck.
Ganz unglücklich mussten die Caps bereits 37 Sekunden nach Wiederbeginn den neuerlichen Rückstand hinnehmen. WM-Silbermedaillengewinner von 2013, Reto Suri, schnürte seinen Doppelpack auf kuriose Art und Weise: Nach seinem Sololauf fand der Querpass nämlich keinen Mitspieler, sondern den Schlittschuh des zurückgeeilten Riley Holzapfel, der so quasi ein Eigentor fabrizierte. Der Meister spielte auch im Mittelabschnitt auf Augenhöhe mit, einzig die Scheibe wollte trotz guter Möglichkeiten nicht im Netz einschlagen.
3:45 Minuten brauchte man dafür im Schlussabschnitt nur, um die Partie zu drehen. Nach 18 Sekunden schlenzte Jerry Pollastrone die Scheibe ins Kreuzeck, in der 44. Minute tänzelte Taylor Vause, nach Kombination mit Rafael Rotter, förmlich durch die Abwehrreihe zum 4:3. 60 Sekunden vor dem Ende besiegelte Neuzugang Jerome Samson mit einem Empty-Net-Tor den zweiten Sieg in der Gruppenphase. Den Achtelfinaleinzug können die Caps nun mit einem Sieg im Rückspiel in Zug am kommenden Dienstag im direkten Duell um Platz zwei fixieren.
 
KAC zähmte Züricher Löwen
Ein kompakt spielender EC-KAC gewann das fünfte Spiel in der Champions Hockey League gegen ZSC Lions Zürich 2:1 nach Verlängerung.  Der EC-KAC und die ZSC Lions Zürich begegneten sich ab der ersten Minute auf Augenhöhe. Mit Fortdauer des Spiels legten die Rotjacken zu, kamen zu einigen guten Chancen. David Fischer schnappte sich nach Puckverlust eines Schweizer Spielers die Scheibe im gegnerischen Drittel, fuhr in spitzem Winkel auf Torhüter Lukas Flueler zu. Dieser machte die kurze Ecke zu und rettete sein Team so vor einem Verlusttreffer. Während die Klagenfurter mit einer Unterzahl bestraft wurden – Jamie Lundmark musste raus – belohnten sie sich gleichzeitig mit dem 1:0-Führungstreffer. Julian Talbot erkämpfte sich den Puck in der neutralen Zone und fuhr aufs Schweizer Tor. Sein Schuss passte perfekt. Im Gegenzug konnte sich Tomas Duba nach einer Möglichkeit von Chris Baltisberger auszeichnen.
Im zweiten Abschnitt geizten beide Mannschaften nicht mit Einschussmöglichkeiten. Sowohl Duba als auch Flueler machten ihre Sache gut. Ab der 30. Minute legte abermals der EC-KAC zu, hatte mehrfach das 2:0 auf der Schaufel. Marco Richter musste zwölf Sekunden vor Drittelende auf die Strafbank.
Die Rotjacken mussten ihren knappen Vorstand zu Beginn der letzten 20 Minuten in Unterzahl verteidigen. Die Gastgeber überstanden das Powerplay schadlos. Dank Duba konnte wenige Minuten nach der Unterzahl die Null auf der Anzeigentafel gehalten werden. Der KAC ließ sich ins eigene Drittel zurückdrängen, wurde von Zürich nun minutenlang vor dem eigenen Tor beschäftigt. Johannes Bischofberger hatte zwischenzeitlich die Möglichkeit mit einem Solo auf 2:0 für den KAC zu stellen. Ein Schweizer Verteidiger eilte zur Stelle und blockierte Bischofberger. Als Michael Kernberger auf der Strafbank saß, dauerte es genau zehn Sekunden, ehe Chris Baltisberger den Ausgleich für die Lions erzielen konnte. Die Overtime musste die Entscheidung bringen. Verteidiger Martin Schumnig sorgte mit einem Sololauf für die Entscheidung. Der EC-KAC gewann mit 2:1 n.V. und holte den dritten Sieg im fünften Champions Hockey League Spiel. Damit sind die Rotjacken voll im Rennen um den Aufstieg in die Ko-Phase der CHL.
 
CHAMPIONS HOCKEY LEAGUE, Gruppenphase:
Di, 03.10.017: Grizzlys Wolfsburg – EC Red Bull Salzburg 4:5 (2:3, 2:2, 0:0)
Zuseher: 2.605
Tore WOL: Fauser (2.), Aubin (3./PP, 28.), Furchner (40.)
Tore RBS: Heinrich (5.), Raffl (9./PP), Mueller (20., 33./PP), Aleardi (29.)
Di, 03.10.2017: EC-KAC – ZSC Lions Zürich 2:1 n.V. (1:0/0:0/0:1/1:0)
Referees: ROHATSCH, SMETANA, Verwohrner, Rakivic, Zuschauer: 1.653
Tore KAC: Talbot (13./sh), Schumnig (61.)
Tor ZSC: Chr. Baltisberger (55./pp)
Di, 03.10.2017: UPC Vienna Capitals – EV Zug 5:3 (2:2, 0:1, 3:0)
KUBUS/M. NIKOLIC, Nothegger, Seewald; 2.100 Zuschauer
Tore VIC: Holzapfel (5.), Klubertanz (20./pp1), Pollastrone (41.), Vause (44.), Samson (60./en)
Tore Zug: Suri (5./pp1, 21.), Lammer (11./pp1)
 
 

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